Raus zum 8.März! Aufrufe zur Demo zum Internationalen Frauenkampftag

Dienstag, 2. März 2010 @ 20:35

Auch dieses Jahr gibt es eine Demo in Wien zum Internationalen Frauenkampftag.
Also, Frauen*LesbenMädchenTransfrauen holen wir uns die Straße zurück - Stück für Stück :)

8.MÄRZ 2010 -
FRAUEN* LESBEN MÄDCHEN* DEMO

SMASH PATRIARCHY! SMASH SEXISM!

TREFFPUNKT: 17:00, Ecke Museumsquartier/ Marcus Omofuma Denkmal

Hier die Aufrufe zur Demo:

8. MÄRZ DEMO 2010 - STILL LOVIN' FEMINISM & GEGEN DAS SCHEISS PATRIARCHAT!

AUFRUF DES QUEER- FEMINISTISCHEN BLOCKS

AN ALLE FRAUEN, LESBEN, MÄDCHEN, TRANSFRAUEN

ZUR DEMO AM 8. MÄRZ. 2010 - Internationaler Frauenkampftag

(indymedia.at)
SEXISTISCHE KACKSCHEISSE
Sexismus ist jede Handlung und gesellschaftlich verfestigte Struktur, die die Unterdrückung und Marginalisierung einer Person oder Gruppe aufgrund ihres Geschlechts bewirkt und fort schreibt. Sexistische Strukturen zwängen Menschen in jene binären Geschlechterkategorien, die erst ihre Hierarchisierung erlauben. Konkret bedeutet dies: Männer werden - im besonderen der weiße, heterosexuelle Mann - strukturell privilegiert. Alle anderen sind gezwungen, sich mit den sexistischen, rassistischen, homo- und transphoben Gewaltstrukturen auseinander zusetzen, die ihnen entgegentreten.
Wir sehen, dass jede Frau* in verschiedenste Herrschaftsverhältnisse eingebunden ist. Sexistische, kapitalistische, rassistische und antisemitische Strukturen sind Gewaltverhältnisse, die die Selbstbestimmung, körperliche Integrität und Freiheit von Menschen einschränken und beschneiden. All diese Strukturen sind verschränkt und müssen gemeinsam angegriffen werden.

WE ARE FEMINISTS!

NEIN HEISST NEIN!
Gewalt, besonders sexualisierte Gewalt, gehört für FrauenLesbeMädchenTrans zu den alltäglichen Erfahrungen. Sie stellt eine spezifische Grenzüberschreitung dar, um Frauen* in „ihre“ Schranken zu verweisen, ihnen Raum zu nehmen, ihre Wahrnehmung zu definieren, kurz: männliche Dominanz zu sichern. Diese Ausübung von Macht und Kontrolle erfolgt in den meisten Fällen von bekannten Männern, wie dem Chef, Kollegen, Freunden, politische Mitstreitern, dem Liebespartner. Dem ganz „normalen“ Mann eben. Von blöden Anmachsprüchen bis hin zu körperlichen Übergriffen: sexualisierte Gewalt verletzt.
Es völlig egal, in welcher Form sich ein NEIN ausdrückt. Jedes „Vielleicht später“, „Nein danke“, „Verpiss dich“, „Ich weiß noch nicht“, „Ich mag dich, aber…“, „Ich will jetzt lieber schlafen“ bedeutet genauso NEIN, wie auch jedes Abwenden, Zögern, Schweigen und jede Stille. Wir bestimmen selbst, wo unsere Grenzen sind!

AND WE FIGHT BACK!

OUR BODIES OUR CHOICE!
Die Herrschaft über Frauen wurde und wird auch immer über ihre Körper ausgetragen. Die gesellschaftliche Norm definiert nicht nur wie Frauen* auszusehen haben, sondern verbindet auch körperliche Merkmale erst mit einem Geschlecht. Wer von diesen Normen mehr oder weniger abweicht oder ausgeschlossen wird, erlebt oft Ausgrenzung und/oder verschiedenen Formen von Gewalt.
Die Selbstbestimmung unserer Körper wird auch in Frage gestellt, wenn es darum geht, wann und ob wir Kinder bekommen wollen. Die Verfügbarkeit von Verhütungsmittel bis hinzu Abtreibung reguliert grundlegend der Staat. Der überlässt Entscheidungen im „im besten“ Fall dem Arzt im schlechtesten Fall Pfaffen und Co. Ein Recht auf Abtreibung existiert nach wie vor nicht. Hingegen arbeiten Konservative bis hinzu (Klerikal)Faschist_innen weiterhin an der Abschaffung der Fristenlösung, und Gruppen wie HLI oder ProLife terrorisieren nach wie vor Abtreibungskliniken bzw. Frauen die diese aufsuchen. Unsere Antwort darauf: Kerz'lfresser schlucken!

FÜR DIE SELBSTBESTIMMUNG UNSERER KÖRPER

NO BORDER - NO NATION
Wir erklären uns solidarisch, mit all jenen, die nationale Grenzen überqueren, aus welchen Gründen auch immer, und dabei illegalisiert, verhaftet oder getötet werden. Für Frauen* erweist sich Migration oft als besonders schwierig. So wird patriarchale Gewalt, wie Vergewaltigung oder Verfolgung als Lesbe, in Österreich nicht als Asylgrund anerkannt. Frauen, die aufgrund von Eheschließung Aufenthaltsrechte erhalten, können sich nicht bedingungslos scheiden lassen, ohne zu riskieren, diese zu verlieren.Illegalisierte Menschen werden am Arbeitsmarkt ausgebeutet, wobei ungleiche Lohnverhältnisse illegalisierte Frauen besonders treffen. Der Anteil von Migrantinnen in der Sexarbeit beträgt in Österreich zwischen 60-70%. Sexarbeit ist dabei die einzige staatlich tolerierte Arbeitsmöglichkeit für asylsuchende Frauen. Illegalisiert Leben und Arbeiten bedeutet keine Rechte und keinen Schutz zu haben.

KEIN MENSCH IST ILLEGAL!

KA SCHEISS HOCK'N FÜR OARSCH KOHLE!
Das Datum des 8.März entsprang einem Streik von sozialistischen Textilarbeiter_innen, die für bessere Arbeitsbedingungen kämpften. Auch heute noch verdienen Frauen* weniger als Männer, bekommen weniger Pension, weniger Arbeitslosengeld, und verrichten den Großteil „privater“ (= unentlohnter) Tätigkeiten. Wir fordern nicht gleichen Lohn, sondern die Abschaffung kapitalistischer Arbeitsverhältnisse, die auf Ausbeutung konzipiert sind, und für die Ungleichheit unter Menschen Bedingung ist.
FIGHT THE STATE! FIGHT CAPITALISM!

RIOT NOT QUIET!

DESHALB KOMMT AM 8.MÄRZ 2010 -

ZUR FRAUEN* LESBEN MÄDCHEN* DEMO

SMASH PATRIARCHY! SMASH SEXISM!

TREFFPUNKT: 17:00, Ecke Museumsquartier/ Marcus Omofuma Denkmal


AUFRUF ZUR REVOLUTIONÄREN FRAUENDEMO AM 8. MÄRZ 2010 - INTERNATIONALER FRAUENKAMPFTAG
Wenn du dein Leben lebst, es dir anschaust und feststellst du arbeitest FÜR die Fabrik, FÜR die Firma, FÜR den Ehemann, FÜR die Kinder und dich dann fragst, wo ist MEIN Leben, wo bin ICH, sind das wichtige Fragen für die wir gemeinsam eine Antwort finden müssen. Denn du bist nicht allein: Wer kocht abends das Essen, wer versorgt die Kinder, wer putzt das Klo, welche entscheidet was produziert wird, hast du Zeit dich mit FreundInnen, NachbarInnen und politischen GefährtInnen zu treffen, kannst du alleine – auch nachts – spazieren gehen, spürst du Respekt gegenüber dir als Mensch und als Frau, wenn du deine Zuneigung gegenüber anderen Menschen ausdrückst? Das alles betrifft Bedingungen und Möglichkeiten von Frauen! Wir leben in einem Kapitalismus, ein wirtschaftliches System, indem UnternehmerInnen die Lebenszeit der ArbeiterInnen rauben und aus dem Aussaugen der ArbeiterInnen ihren Reichtum aufbauen. Also: das geht allen ArbeiterInnen so! Wir leben in einem Patriarchat, der Herrschaft der Männer über Frauen, wo vor allem Männer über das wirtschaftliche Kapital, die politische und militärische Macht verfügen, indem für Frauen weniger Lohn gilt, das davon lebt, dass Frauen unbezahlt die Hausarbeit, Kindererziehung und Altenpflege erledigen müssen, indem Männer Sexismus, Gewalt und sexualisierter Gewalt gegen FrauenLesbenMädchen ausüben. Also: das gilt für alle Frauen! Der bürgerliche Staat regelt und garantiert das Gelingen des Kapitalpatriarchats. Er ist rassistisch, denn er schafft Gesetze, durch die Menschen anderer Herkunft hier minderwertige Rechte haben, für die nicht dieselben StaatsbürgerInnen - und Menschenrechte gelten. Als ArbeiterInnen, als Frauen, als MigrantInnen stellen wir die Verbindung zueinander her, solidarisieren uns anstatt uns spalten zu lassen und kämpfen gemeinsam gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für die Freiheit von Frauen, für ein solidarisches Zusammenleben, unabhängig von Hautfarbe und StaatsbürgerInnenschaft, für soziale Gerechtigkeit!
8.MÄRZ - INTERNATIONALER FRAUENKAMPFTAG!
1910, vor hundert Jahren, brachte Clara Zetkin den Antrag für einen internationalen Frauentag auf der Amsterdamer Konferenz der Sozialistischen Internationale ein. In der Geschichte war der 8. März immer ein öffentliches Auftreten von Frauen gegen patriarchale Verhältnisse, für Frauenrechte, gegen Kapitalismus, für soziale Gerechtigkeit und gegen Krieg.

Unsere Kämpfe finden alltäglich und organisiert statt, im Alltag, in Beziehungen, in WG’s, bei der Arbeit, in der Ausbildung, beim Arbeits – und Sozialamt, in Institutionen, im Denken, bei Träumen, im Fühlen und Erkennen, beim Sich – organisieren, auf der Straße und gegen den Staat! Demonstrationen sind eine Form unsere Kämpfe zu verbinden und öffentlich zu machen, unsere Stärke gemeinsam zu leben, in Verbundenheit mit den kämpfenden Frauen in der Welt.

FRAUEN KOMMT ALLE ZUR FRAUENMÄDCHENLESBENDEMO

8. März 2010, 17 Uhr

Treffpunkt: Mariahilferstraße/ Ecke Museumsquartier bei Markus – Omofuma Denkmal

0 Kommentar(e)



http://votacomunista.at/news/article.php/20100302203551961