PROTESTKUNDGEBUNG
Mi. 8. Juli 11uhr HAUPTUNIVERSITÄTwien - Haupteingang
Die europäische Bildungspolitik der letzten Jahre zielt auf die
uneingeschränkte Ökonomisierung der Universitäten ab sowie auf die
Abschaffung jeglicher demokratischer Rechte von Lehrenden und
Student_innen. Dieser als "Bologna-Prozess" titulierte Umbau der
Bildungslandschaft wird in Österreich bereits seit den 1990er-Jahren
vorangetrieben und gipfelte im Universitätsgesetz 2002. Dessen aktuelle
Novellierung
bedeutet den Abbau der letzten verbliebenen Reste einstiger
Universitätsdemokratie und bringt weitere massive
Verschlechterungen für alle Universitätsangehörigen mit sich.
Nicht genug, dass die Novelle unter Ausschluss der
Universitätsangehörigen ausgearbeitet wurde und ohne
öffentliche Diskussion durch das Parlament gepeitscht
werden soll. Um den Widerstand an den Universitäten so weit als möglich
einzuschränken, setzte die Regierung den Gesetzesbeschluss für Anfang Juli
und damit mitten in der
vorlesungsfreien Zeit an.
Desto entschlossener muss reagiert werden!
Zwischen 8. und 10. Juli 2009 wollen die österreichischen
Parlamentarier_innen wieder einmal die Zukunft der Bildung zu Grabe tragen:
UG-Novelle und Zentralmatura sollen beschlossen werden.
Dies darf nicht ohne massiven Widerstand geschehen!