Arbeitsunfähigkeit in der ÖH nach absurdem Wahltheater mit Männerbündelei.
Stellungnahme von KSV - LiLi zur Wahl der Vorsitzenden der Bundes- ÖH.
Nach einem neunstündigen Wahlmarathon aus 12 Wahlgängen war am Montag, 29.7. die konstituierende Sitzung der neuen ÖH- Bundesvertretung zu Ende.
Die schwarzbraunblaue Regierung änderte das Universitätsgesetz 2002, um die rechten und konservativen Fraktionen zu stärken. Dabei schafften sie auch die direkte Wahl der Bundesvertretung ab. Der jetzige Wahlmodus ist lächerlich und darauf ausgelegt, die ÖH zu schwächen und destabilisieren. Nach dieser tragisch- absurden Wahl- Posse scheint die ÖH- Exekutive vorerst nicht arbeitsfähig.
Die Wahl präsentierte sich als Farce. Nach jeweils drei Wahlgängen für den jeweiligen Vorsitzposten, in denen keine absoluten Mehrheiten errungen wurden, galt schließlich die relative Mehrheit des vierten Wahlgangs. Bei den stellvertretenden Vorsitzenden schwenkte die ÖVP- Studifraktion AG (Aktionsgemeinschaft) erst hier um und wählte im letzten Wahlgang den Kandidaten des Fachhochschulklubs FEST (Fraktion Engagierter Studierender).
Es gilt, Männerbünde und patriarchale Strukturen zu bekämpfen - nicht nur in der Gesellschaft und auf der Uni sondern auch in der ÖH. Im Verlauf der Sitzung wurde vorallem von FLÖ und AG versucht, in diversen Verhaberungsaktionen Sophie Wollner (VsStÖ) als stellvertretende Vorsitzende zu verhindern. Dass die ÖH neben der Vorsitzenden Sigrid Maurer (GRAS) nun zwei männliche stellvertretende Vorsitzende (Thomas Wallerberger und Benedikt Rust, FEST) hat, lässt leider nicht allzu viel hoffen auf eine kämpferische, feministische und damit linke ÖH.