GRAS, KSV-LiLi und VSStÖ mit undemokratischen ÖVP-Block
konfrontiert
Wien (OTS) - Die Wahlkommission der ÖH Uni Wien diskutierte in der
Sitzung am 19.5.2009 die Unterbrechung des elektronischen
Wahlvorgangs. Gravierende Mängel des elektronischen Stimmzettels
machen dies unabdingar. Obwohl zwei Drittel der
StudierendenvertreterInnen in der Wahlkommisssion dies so sahen,
konnte ein solcher Antrag niedergestimmt werden. Möglich macht dies
das undemokratische HochschülerInnenschaftsgesetz (HSG) aus der Feder
ÖVP/FPÖ - der vom Ministerium (wieder ÖVP) bestimmte Vorsitzende
entscheidet letztlich. Die Aktionsgemeinschaft (nochmals ÖVP) spielte
einmal mehr die Vertreterin und Vasallin Gio Hahns.
Der elektronische Stimmzettel ist nicht rechtskonform, weil sämtliche
Kurzbezeichnungen gestrichen wurden. Mit der Kurzbezeichnung wird
aber der Wahlkampf und das öffentliche Auftreten der Fraktionen
bestritten. Viele wahlwerbenden Gruppen sind nur über ihre Kürzel
bekannt. Als Draufgabe kommt hinzu, dass Teile der Bezeichnung einer
wahlwerbenden Gruppe scheinbar verloren gegeganen sind. Jede
Papierwahl mit solch groben Fehlern müsste zwingend wiederholt werden
- für das Prestigeprojekt Gio Hahns werden Grundlagen demokratischer
Wahlen offensichtlich aufgehoben.
Aus diesen Gründen hat sich die Wahlkommission der ÖH Uni Wien dazu
entschlossen folgende Fragen an das Bundesministerium für
Wissenschaft und Forschung und seinen zuständigen Minister Gio Hahn
zu stellen:
1) Woran liegt es, dass die Kurzbezeichnungen auf dem elektronischen
Stimmzettel fehlen?
2) Wie wird es sichergestellt, dass das beim nächsten Mal nicht
passieren kann?
3) Das System wurde vorher zertifiziert bzw. getestet. War das oben
angesprochene Problem damals nicht ersichtlich bzw. warum ist es
nicht aufgefallen?
4) Durch welche Maßnahmen wurde sichergestellt, dass Stimmen nicht
wie in dem durch die Medien bekannt gewordenen Fall in Finnland
verloren gehen können?
Nachdem frühere Anfragen ans Ministerium nicht oder nur
bruchstückhaft und unbefriedigend beantwortet wurden, haben sich
GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi dazu entschlossen, die skandalösen Vorgänge
ums E-Voting sowie die intransparenter und untragbare Vorgangsweise
des Ministerium auf diesem Wege öffentlich zu machen.
"Der Minister soll endlich wahrhaben, dass sein demokratie
gefährdendes Projekt E-Voting gescheitert ist und demnach abzubrechen
ist", so GRAS, KSV-LiLi und VSStÖ gemeinsam.