Endlich gibt es eine Möglichkeit, sich seinen "Frust über allerlei Entmündigungstendenzen an der Uni
(u.a. Zugangsbeschränkungen, Burschis & Männerbündelei, Studiengebühren, univis
online, autoritären Managementstil) per Petitionen" von der Seele zu
klicken!
Das Informationssystem der Uni Wien wird gebustet!
Über unservis:
"Warum wollen wir das univis der Uni Wien "busten"? Ganz logisch: weil univis scheisse ist. Und ganz historisch: weil univis immer noch scheisse ist.
Zwei Aspekte haben die Namenswahl unservis bestimmt:
Un/service
Mit diesem Aspekt wollen wir den irrsinnigen und unsinnigen Verwaltungsaufwand benennen, der durch die Einführung von univis (im Speziellen des univis-Anmeldesystems) auf so ziemlich alle Stellen der Universität Wien herniederprasselt.
Nicht nur Studierende sind davon betroffen, sondern auch Lehrende und das allgemeine Universitätspersonal - wenn auch alle diese Personengruppen in einer unterschiedlichen Art und Weise von univis kontrolliert und diszipliniert werden. Die einen betrifft es in erster Linie daüber, dass sie in ihren Studierfreiheiten massiv eingeschränkt werden (Studis), und die anderen darüber, dass sie angehalten werden, immer mehr Verwaltungsunfug wissen zu müssen und Verwaltungsaufgaben zu übernehmen verpflichtet werden (Lehrende). Das allgemeine Universitätspersonal schließlich, dass oftmals jene Fehler, die erst durch die Einführung dieses noch halbgaren und hoffnungslos überdimensionierten Systems auftreten, ausbessern muss, wird mit zusätzlicher, nicht adäquat entgoltener Arbeit mehrbelastet.
Eine Universität, die tatsächlich den Menschen verpflichtet ist, die an ihr leben und arbeiten, und nicht permanent undeutliche Phrasen von "Exzellenz" absondert (wer glaubt eigentlich wirklich noch, dass an diesem Gefasel etwas dran sein könnte?!) und die Daumenschrauben an allen Stellen weiter anzieht, sollte sich solch ein Un/service nicht erlauben...
Unser/vis
Dass ein Informationssystem auch anderen Zwecken dienen kann, als Studis zu beschränken, Lehrende zu SSCs (StudienServiceCenters) und allgemeines Unipersonal zu Verwaltungszombies zu machen, wollen wir mit dem zweiten Aspekt von unservis verdeutlichen:
Wir wollen die dahinterstehende Strategie, alles in "Dinge" einteilen und in einer Datenbank abbilden zu wollen, damit die Menschen, die an diesen "Dingern" angeklebt und darüber kontrolliert werden, ironisch aufnehmen und die gefährliche Intention diese Unterfangens verfremdet zurückspiegeln. Der Unterschied ist: unsere "Dinge", die Sammelbegriffe rund um ein freieres und emanzipatorisches Leben darstellen wollen, haben eine Bedeutung für unsere Interessen - und nicht jene des Unimanagements (Rektorat), der männlichen Uni-Seilschaften und der "exzellenten" Karrierist_innen-Clique).
Das ganze Vorhaben passiert in der Hoffnung, möglichst viele Personen unserer Uni haben auch schon die eine oder andere enervierende Erfahrung mit dem Unisystem gemacht (wovon wir ausgehen), haben aber vielleicht noch nicht den Platz gefunden, diese zu artikulieren."