In der letzten Woche wurden drei antifaschistische Veranstaltungen von Rechtsextremen attackiert.
Organisiert auftretende Nazi-Schlägertrupps auf der einen Seite - auf der anderen der Rechtsruck bei den Nationalratswahlen und zuletzt die Wahl einer Persönlichkeit der extremen Rechten zum Dritten Nationalratspräsidenten.
Wer rechtsextrem denkt, fühlt sich bestärkt und geht zum Handeln über: Eine Häufung rechtsextremer Gewalt gegen linke Strukturen und Veranstaltungen ist das (erste) Resultat.
Von Seiten der ÖH Uni Wien heißt es in einer Aussendung hierzu:
"[...] Die ÖH Uni Wien zeigt sich erschüttert über das selbstsichere und
gewaltbereite Auftreten der Rechtsextremen und sieht eine starke
Verbindung zwischen der Salonfähigkeit einschlägigen Gedankenguts bis
ins "Hohe Haus", die durch die gestrige Wahl Martin Grafs erneut
befördert wurde, und dem Aufflammen rechtsextremer Gewalttaten in den
letzten Tagen. [...]
Der Rechtsruck der letzten Wahlen wird somit nun auf der Straße
nachvollzogen: "Im Wissen, sich auf einen breiten rassistischen und
autoritären gesellschaftlichen Konsens stützen zu können, legen
rechtsextreme Gewalttäter jede Hemmung ab. Wie FPÖ und BZÖ den
verlängerten Arm des Stammtisches im Parlament darstellen,
exekutieren gewalttätige Neonazis dessen Willen auf der Straße", so
eine Sprecherin der heutigen antifaschistischen Kundgebung.
Die ÖH Uni Wien hat als gesetzliche Studierendenvertretung die
politische Verantwortung, konsequent gegen Rechtsextremismus
einzutreten und kann insbesondere nicht schweigen, wenn rechtsextreme
Burschenschafter auf antifaschistische StudentInnen los gehen. "Der
Rücktritt Martin Grafs ist spätestens seit heute überfällig.""
KSV - LiLi schließt sich dieser Einschätzung als
Exekutivfraktion der ÖH Uni Wien vollinhaltlich an und fügt hinzu:
"Die Häufung rechtsextremer Gewalttaten ist Ausdruck der postfaschistischen Zustände in diesem Land. Nunmehr gilt es den rechtsradikalen HetzerInnen im Parlament und den neonazistischen Schlägertrupps auf den Straßen offensiv entgegen zu treten und breiten antifaschistischen Widerstand zu organisieren!"