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 Donnerstag, 9. Feber 2012 @ 15:27

Bread and Roses

   

FeminismusDer erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 statt. Die zentrale Forderung war anfangs das Frauenwahlrecht. Eine der wichtigsten Initiatorinnen war die Sozialistin Clara Zetkin (1857 - 1933).
Von 1911 bis 1921 wurde der Frauentag immer an einem anderen Datum zwischen Ende Februar und Ende April begangen. Doch 1921 wurde der Internationale Frauentag durch einen Beschluss der 2. kommunistischen Frauenkonferenz auf den 8. März festgelegt.

Am 8. März 1857 und am 8. März 1908 streikten die Textilarbeiterinnen New Yorks. Bei dem Streik im Jahr 1908 ging es um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen ("It is bread we fight for - but we fight for roses, too!"). Es starben 129 Arbeiterinnen. Nachdem die Frauen von dem Fabriksbesitzer und den Aufsehern eingeschlossen worden waren, um Solidaritätsaktionen von außen zu verhindern, brach ein Feuer in der Fabrik aus. Die meisten eingesperrten Frauen fielen dem Brand zum Opfer.
Anderen Quellen zu Folge wurde der 8.3. zum Gedenken an die TextilarbeiterInnenstreiks in Petersburg gewählt. Dort fanden am 8. März 1917 (nach altem russischem Kalender am 23. Februar) anlässlich des Frauentages Streiks statt, die eine große ArbeiterInnendemonstration und den Beginn der "Februarrevolution" auslösten.

Der 8. März wurde ausgewählt, um an die Kämpfe proletarischer Frauen zu erinnern, denen Ausbeutung und Unterdrückung zum Teil sogar das Leben nahmen.
Der Kampf gegen Patriarchat, Unterdrückung, Ausbeutung, unmenschliche, kapitalistische Verwertung und Lebensbedingungen ist heute nicht derselbe und doch gleich. Im globalen weiblichen Prekariat, im patriarchalen Neoliberalismus, in sexistischen Staatsgebilden, wo eine jede sich den Regeln des totalen freien Marktes zu unterwerfen hat, bedarf es genauso noch solidarischer Kämpfe. Und Musik, Blumen und Feste!

Erschienen in: Lili Boulevardblatt Nr. 2

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As we come marching, marching in the beauty of the day,
A million darkened kitchens, a thousand mill lofts gray,
Are touched with all the radiance that a sudden sun discloses,
For the people hear us singing: "Bread and roses! Bread and roses!"

As we come marching, marching, we battle too for men,
For they are women's children, and we mother them again.
Our lives shall not be sweated from birth until life closes;
Hearts starve as well as bodies; give us bread, but give us roses!

As we come marching, marching, unnumbered women dead
Go crying through our singing their ancient cry for bread.
Small art and love and beauty their drudging spirits knew.
Yes, it is bread we fight for -- but we fight for roses, too!

As we come marching, marching, we bring the greater days.
The rising of the women means the rising of the race.
No more the drudge and idler -- ten that toil where one reposes,
But a sharing of life's glories: Bread and roses! Bread and roses!

Lyrics: James Oppenheim; Music: Martha Coleman or Caroline Kohlsaat




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